Für unsere Blau-Weißen geht es in dieser Partie darum, den zweiten Tabellenplatz in der Berlin-Liga und damit das Vier-Punkte-Polster auf Rang drei erfolgreich zu verteidigen. Auch wenn im Angriff der Staakener aktuell Flaute herrscht – die letzten drei Ligaspiele gingen ohne eigenen Treffer verloren – ist Vorsicht geboten. In der Hinserie gelang ihnen beispielsweise ein beachtlicher 2:0-Erfolg beim Tabellenführer Füchse Berlin.
Ein weiterer Faktor ist Torhüter Nico Wiesner, der das Tor der Staakener hütet. Er ist ein exzellenter Schlussmann und stand vor einigen Jahren selbst zwischen den Pfosten von Blau-Weiß 90. Im Hinspiel setzte sich Blau-Weiß 90 im Sportpark Staaken mit dem knappsten aller Ergebnisse durch: Niklas Struck erzielte kurz vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer.
Trainiert wird der SC Staaken von Alexander Helfrich, der in seiner aktiven Laufbahn unter anderem für den BFC Preussen, Hertha 03, den FC Spandau 06 und SW Spandau spielte. Sein Nachname dürfte insbesondere den älteren BW 90-Anhängern ein Begriff sein.
Sein Vater, Rainer Helfrich, war Trainer von Blau-Weiß 90, als die B-Junioren 1979 die Deutsche Meisterschaft gewannen. Im Finale setzte man sich im Elfmeterschießen gegen den FC Augsburg durch.

B-Junioren: Deutscher Meister 1979 (Fotoquelle: BW 90)
Rainer Helfrich durchlief zuvor selbst die Jugendabteilung von Blau-Weiß 90 und schlug früh eine Trainerlaufbahn ein. 1983, im Geburtsjahr seines Sohnes Alexander, führte er die erste Mannschaft von Blau-Weiß 90 als Meister zum überzeugenden Wiederaufstieg in die Berliner Oberliga und legte damit den Grundstein für den kurz darauf folgenden sensationellen Aufstieg in die 2. und 1. Bundesliga.

Sportwart, Betreuer und Trainer BW 90 (Fotoquelle: BW 90)
Auch der Großvater von Rainer Helfrich prägte die Vereinsgeschichte entscheidend: Friedrich „Fritz“ Ballnath, einst beim BFC Vorwärts 90 aktiv, war an der Fusion mit dem BFC Union 92 im Jahr 1927 zur heutigen Sportlichen Vereinigung Blau-Weiß 90 beteiligt. Von 1929 bis 1936 amtierte Ballnath als Präsident des Vereins. Unter seiner Führung gelang die Rückkehr in die damalige höchste Spielklasse, die Gauliga Berlin-Brandenburg. 1938 wurde Friedrich Ballnath in einem Festakt in der Philharmonie zum Ehrenpräsidenten ernannt. Bis in die 1970er-Jahre trug zudem das traditionsreiche internationale Jugend-Osterturnier an der Rathausstraße seinen Namen.

Fritz Ballnath 1938 / Philharmonie Berlin (Fotoquelle: BW 90)
Die „Generationen Ballnath / Helfrich“ sind damit prägende Persönlichkeiten in der Geschichte von Blau-Weiß 90 und haben einen festen Platz in der Vereinshistorie!






