Am 23.11.2019 kam es in der Oberliga Nord zum Duell SpVg Blau Weiß 90 vs SC Staaken und wer die Vergangenheit kennt, der wird sich kaum an ein langweiliges Spiel zwischen den beiden Teams erinnern. Immer knappe Ergebnisse, Emotionen und Aufholjagden. Auch an diesem Spieltag sollte es nicht anders werden.

Unsere Blau Weißen, um Kapitän Julian Austermann, traten in folgender Aufstellung an:

Hinz – Austermann, Rocktäschel, Mansfeld, Heßler – Mensah, Kohls, Engel, Matthias, Weber – Gutsche

Bank: Wiesner, Klehr, Gleisinger, Stahl, Utz, Gül, Lopes de Oliveira

Die Staakener um Trainer Jeffrey Seitz spielen in diesem Jahr eine solidere Saison als die Vergangene und befinden sich mit 14 Punkten im Mittelfeld der Liga. Doch auch wenn die Mannschaft nicht zu den Topteams gehört, so muss man jedes Jahr die hervorragende Jugendarbeit des gesamten Vereines hervorheben. Profiteur vom Ganzen ist die erste Mannschaft, auch wenn es tabellarisch mal unruhiger werden kann, so wird dieser Weg konsequent weiterverfolgt und die gesteckten Ziele erreicht.

So war es kein Wunder, dass mit Alkolgo, Jakob Wartchow, Bremer, Hurtig, Kubens gleich 5 Spieler aus der eigenen Jugend im Kader standen.

Die Partie sollte die Emotionen aller Blau Weißen ins wanken bringen. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spiel, das nur in eine Richtung ging. Die Gäste bauten zwei dichte Ketten auf und sahen keine Veranlassung am Geschehen teilzunehmen. Unserer Boys in Blue hingegen ließen den Ball und den Gegner laufen, trotz schwieriger Platzverhältnisse, und stellten den SC das ein oder andere Mal vor einige Probleme. Doch zum Fußball gehören auch Tore und die wurden in dieser ersten Halbzeit leider vergessen. Das Spiel unserer Blau Weißen sah über weite strecken mehr als ordentlich aus. Gelegenheiten boten sich einige. Kevin Gutsche, der eine Flanke von Weber knapp verpasste, Fabian Engel, der nach schöner Vorlage von Rocktäschel alleine vor dem Tor stand, aber über das Gehäuse chippte. Auch Pascal Matthias besass 2x die Möglichkeit den Führungstreffer zu erzielen, entschied sich dann jedoch lieber quer zu legen anstatt selber abzuschließen. Das Gleiche galt für unseren Wirbelwind Shean, der aus aussichtsreichen Situation sein 3. Saisontor hätte erzielen können. Niemand aus Staaken hätte sich beschweren dürfen, wenn es zu diesem Zeitpunkt mit einem 0:2 aus ihrer Sicht in die Halbzeit gegangen wäre.

Aber der Fußball ist halt der Fußball und mit dem Wort „HÄTTE“ kommt man in diesem Sport nicht weit.

Als der Pfiff zu den zweiten 45 Minuten ertönte, merkte man unseren Blau Weißen ein wenig an, dass sie den vergebenen Chancen hinterher trauerten. Doch ändern konnte man es nun nicht mehr.

In der 51′ Minute rieben sich dann alle etwas verwundert die Augen, denn nach einer Ecke stand es plötzlich 0:1 für den SC Staaken. Ein Tor das nach Ping-Pong-Manier den Weg ins Tor fand und sich Torschütze Selman dafür feiern ließ. Auch hier kann man den altbekannten Phrasespruch verwenden:

„Wer vorne die Tore nicht macht, fängt sich hinten eins“.

Unsere Boys in Blue verloren nun etwas den Faden und dem SC merkte man das kurzfristig erlangte Selbstbewusstsein an. Torchancen konnte man auf beiden Seiten jedoch vergebens suchen. Der nächste Nackenschlag kam dann in 74. Minute. Eine Flanke aus dem Halbfeld, wurde immer länger und fand den Weg zu Wartschow, der sich im Rücken unseres Verteidigers davon schlich, auf Selman in der Mitte ablegte und schon stand es 0:2. Zwei Chancen, zwei Tore. Effektivität, das muss man dem SC lassen.

Bereits 10 Minuten vor dem Tor reagierte das Trainerteam um Marco Gebhardt und brachte Maurice Klehr, der nach überstandener Leistenverletzung wieder für einige Minuten Kraft hatte, Stürmer Ebenezer Utz ersetzte Fabian Engel. Für Klehr musste Pascal Matthias das Feld verlassen.

Unsere Nummer 10 zeigte besonders nach dem 0:2, dass er nicht aufgibt und setzte damit ein Zeichen an all seine Spielerkollegen auf dem Feld. So sollte die Geschichte an diesem Spieltag nicht ausgehen!!

Staaken zog sich nun weiter zurück und lauerte auf den alles entscheiden Konter, doch diesen Gefallen tat man ihnen nicht. Zehn Minuten nach dem Treffer der Gäste, nahm sich Klehr ein Herz und zog aus 20 Metern ab. Sein Schuss landete unhaltbar im Tor von Keeper Hesse. 1:2 und die Köpfe aller Blau Weißen gingen wieder nach oben, der Ruck war überall spürbar. Was ein Tor so ausmachen kann. Alle auf dem Feld als auch neben dem Feld, wollte nun den Punkt retten und pushten und brüllten und motivierten. Das ist Fußball und exakt eine Minute später erzielte Shean Mensah den Ausgleich, Wahnsinn. Halb Grätsche, halb Schuss. Drin. Sein drittes Saisontor.

Doch das Spiel war noch nicht zu Ende. Einen hatten wir noch auf den Füßen. Kevin Gutsche passte perfekt auf Ebenezer Utz, der den Ball mitnahm, in den Strafraum zog, alleine vor dem Keeper stand und Millimeter vorbeizog. Bitter, ist dieser Ball drin, wäre der Rasen vor niemanden mehr sicher gewesen.

So blieb es beim 2:2 und beide Team gehen mit gemischten Gefühlen nach Hause. Die Staakener hätten vor dem Spiel sicherlich gerne einen Punkt mitgenommen, wir hingegen wollten die Drei Punkte. Nach dem Spiel hingegen müssen wir uns freuen noch einen Punkt mitnehmen zu können und der SC trauert sicherlich drei Punkten nach.

Auch das ist Fußball…

Vielen Dank an alle Fans, die uns so tatkräftig unterstützt haben, danke an alle fleißigen Helfer, die wieder einen super Job gemacht haben.

HEJA BLAU WEIß