Lange mussten wir warten und die Last war groß, doch nun war es endlich soweit, der erste Heimsieg in dieser Saison gelang uns am 9. Spieltag der NOFV Oberliga Nord.

Nicht nur unserer Mannschaft fielen Steine vom Herzen, auch unseren Fans war nach dem Spiel die Erleichterung anzumerken.

 

Zum Spiel

Am 19.10.2019 begrüßten wir bei uns im Volkspark Stadion Mariendorf die Mannschaft des MSV Pampow. Der Aufsteiger aus der Brandenburg Liga startete sehr gut in diese Spielzeit und brauchte nicht lange um sich an die Gegebenheiten der höheren Spielklasse zu gewöhnen. 13 Punkte sammelten die grünen Piraten bereits ein und waren vor Anpfiff fünf Spiele ungeschlagen. Kein leichtes Unterfangen also für unsere Blau Weißen Jungs. Das Unentschieden und die Art und Weise, wie das Team in Greifswald einen Punkt erspielte, deutete schon an, dass der Zeitpunkt gekommen war, den Bock umzustoßen. Auch der verdiente Sieg im Testkick gegen die U23 von Hertha BSC trug zum Selbstbewusstsein bei. Es war also angerichtet.

Schiedsrichter der Partie waren Benjamin Seidl, Marek Nixdorf und Clemens Biastoch.

Bereits zu Beginn wurde von den Zuschauerrängen, die leider etwas leer blieben, bemerkt, dass sich unsere Boys in Blue einiges vorgenommen hatten. Der erste Heimsieg sollte endlich gelingen und so war es bereits in der ersten Minute Nii Bruce Weber, der einfach nur den Ball zu Ebenezer Utz hätte rüber spielen müssen und schon wäre es ein Start mit Knalleffekt gewesen. Leider tat er es nicht.

Auch der gut getretene Freistoß von Fabian Engel, fand in der 10′ Minute keinen Abnehmer und ging knapp am Gästegehäuse vorbei und nach dem tollen Solo von Hasan Gül und seinem Pass auf Fynn Rocktäschel kam nichts zählbares heraus, da Pampow mit einem Bein das Tor verhinderte.

Die bis dahin größte Chance sollte unser  „Hamburger Jung“ haben. Fynn im 1 vs 1 gegen den Torhüter, leider hält er den sehr gut, auch der Nachschuss von Flo Kohls verfehlt knapp sein Ziel.(14′) Der MSV fand kaum statt. Immer wieder rannten sie hinter her und schafften es nicht den Ball zu erobern. In dieser Phase hätten wir bereits führen müssen. Doch wir probierten es weiter, Ebenezer Utz rannte alleine auf das Tor zu und verzog den Ball irgendwo in die Walachei. Man munkelt, dass der Ball auch Tage später noch nicht gefunden wurde.

In der 20′ Minute dann die Befreiung. Ein stark getretener Freistoß von Kohls findet den Kopf von Max Stahl, der verlängert (gewollt) auf Robin Mannsfeld und der haut das Ding schnörkelos ein. Jaaaaaaaaaaaaaaa 1:0. Mehr als verdient und es hätte noch besser werden können, wenn Nii den Ball einfach ins Tor geschossen hätte anstatt an den Pfosten (23′ Minute).

Gelegenheiten über Gelegenheiten. Chancen um Chancen, auch wenn es kein Feuerwerk war was unsere Mannschaft ablieferte, aber sie war hellwach, konzentriert und bespielten den Gegner sehr gut.

Von der Tribüne hallte es mal kurz : „Wenn sich das mal nicht rächt mit den Möglichkeiten“ und prompt folgte eine große Chance für den MSV Pampow (37′ Minute). Nach einer Flanke fiel der Abpraller direkt einem Spieler vor die Füße und der zog aus 15 Metern mal richtig ab, doch es ist immer gut einen wachsamen Keeper im Kasten zu haben. Michael Hinz parierte überragend. Mal kurz schütteln und weiter ging es und zwar in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte sollte etwas unruhiger beginnen. Der MSV Pampow versuchte nun sich an alte Stärken zu erinnern, denn mit Rückständen kannten sie sich in dieser Spielzeit sehr gut aus. Sie verteidigten höher, attackierten früher und versuchten das Spiel mehr an sich zu reißen. Es gelang ihnen nicht wirklich, doch die ersten  Minuten gingen klar an die Gäste, da wir kaum für Entlastung sorgen konnten. Auf dem tiefen Rasen ließen Utz, Hasan, Nii einiges an Kraft liegen. Nur Fynn marschierte als wäre es die 10′ Spielminute. Maschine, leider krönte er seine seit Wochen tollen Leistungen nicht mit einem Tor, obwohl er in der 56′ Minute die große Chance dazu hatte. Nii bringt den Ball von Links und Fynn bekommt diesen dann nicht über die Linie. Knapp vorbei. Unsere Offensivfront benötigte also etwas frisches Blut und das kam dann auch in Form von Kevin Gutsche, der seine Verletzung auskuriert hatte und Nicolai Kitzing, der nochmal für Tempo sorgen sollte. Erstgenannter bekam auch gleich mal seine Möglichkeit per Distanzschuss, die Tribüne war sich schon sicher „Schießt Gutsche ist der Ball drin“, oft haben sie recht was unsere Nummer 7 betrifft, aber dieses Mal ging der Ball knapp vorbei.

Dann in der 80′ Minute die Erlösung. Pampow ging so langsam die Kraft aus, ein Spieler wollte den Ball zurück zum Torwart spielen, leider etwas ohne Dampf aus Sicht der Gäste, Kitzing erahnte blitzschnell die Situation und funkte dazwischen. Er umkurvte den Keeper und vollendete mit links. 2:0, 80′ Minute. Gott sei Dank. Endlich.

Zum Schluss noch eine Chance für Rocktäschel. Einen hatte er noch, aber auch nach der Traumflanke von Nii, brachte Fynn den Ball mit dem Kopf nicht unter. Knapp über das Tor. Doch wir sind uns alle sicher, wer sich so zerreißt im Spiel, alles gibt und sich die Chancen erarbeitet, der wird auch diese Dinger irgendwann reinmachen. Kopf hoch Junge. Gegen Tas machste die.

Schiedsrichter Benjamin Seidl pfiff die Partie ab und wir konnten endlich unseren ersten Heimsieg feiern. Es wurde aber auch Zeit. Ein gutes Gefühl.

Einen Dank an alle Fans besonders an die „FreitagAbendHorde“ und alle fleißigen Helfer, die solch ein Heimspiel erst möglich machen. Danke Gabi, Gerdchen, Benny, Micha, Marai und all die anderen, die für den Verein so viel leisten.

Auch unsere Freunde vom TurusNet Magazin haben wieder einen tollen Bericht geschrieben, gerne einfach mal reinlesen. Danke für die Bilder Marco Bertram.

https://www.turus.net/sport/fussball/10409-2-0-gegen-pampow-erster-sieg-von-blau-weiss-90-berlin-im-volkspark-mariendorf.html?fbclid=IwAR1-s0euEP9BppMkKfIPvuI1nfhjy9oMHwI0Ulj0EguEaf_4GpTT_7LQI-4

 

 

Next Step: SV Tasmania Berlin / 10. Spieltag / 27.10.2019 / 14:00 Uhr / Oderstr. 182, 12051 Berlin.