BW90 vs BAK 0:1

11. September 2019Herren

Spielbericht vom 07.09.2019

AOK Landespokal Berlin

Blau Weiß 90 – Berliner Athletik Klub 07

Halbzeitstand 0:0

Endstand 0:1

 

Am Samstag den 07.09., kam es zu der Pokalpartie Blau Weiß 90 gegen den BAK. Ein Duell, das man sich von beiden Seiten lieber einige Runden später gewünscht hätte, doch die Losfee hatte diese Begegnung nun schon bereits in der 2. Hauptrunde gezogen und somit war es an diesem Wochenende das absolute Topspiel des AOK Landespokals.

Beim Berliner AK 07 waren die zurückliegenden Wochen etwas aus den Fugen geraten. Nach einem perfekten Saisonstart, folgten drei Niederlagen hintereinander und so trennte man sich von dem Trainer Ersan Palatan und verpflichtete, drei Tage vor dem Pokalspiel, Dirk Kunert als neuen Chef.

Unsere Boys in Blue hingegen konnten wieder auf einige Rückkehrer bauen und gleichzeitig ein paar Namen auf die Liste der Ausfälle setzen. Maurice Klehr, Jeff Gleisinger, Mike Brömer, Nii Bruce Weber konnten verletzungsbedingt nicht am Spiel teilnehmen dafür kehrten Michael Hinz, Kevin Gutsche, Nicolai Kitzing und Louis Stüwe wieder zurück.

Geleitet wurde das Spiel vom Schiedsrichtergespann Pawlowski, Zastrow und Sava, die und das kann man schon vorwegnehmen , eine sehr faire Partie leiten durften. Der Anpfiff erfolgte um 13:00 Uhr im Stadion Volkspark Mariendorf. Die Haupttribüne hatte sich gut gefüllt und auch auf der gegenüberliegen Seite versammelten sich neutrale Beobachter.

Bereits in den ersten Minuten deutete sich an, dass es ein Geduldsspiel werden sollte. Die Unterschiede zwischen dem Oberligisten und dem Regionalisten waren kaum zu erkennen. Unsere Blau Weißen standen sehr stabil in der Defensive und zeigten aber auch spielerisch, dass man sich nicht verstecken musste. Der BAK hatte mehr Ballbesitz, konnte aber daraus kein Kapital schlagen. So versuchten es beide Seiten aus der Distanz. Kücs Schuss ging jedoch weit über das Tor und der Freistoß von Kevin Gutsche, landete in den Armen des Gästekeepers.

In der 22. Minute wurde es allerdings brenzlig für die Heimmannschaft, nach eine schnellen Verlagerung und der  Unachtsamkeit zweier Blau Weiß Spieler, schlug fast die Stunde von Ekalle. Er nutzte die kurze Verwirrung, tanzte im Strafraum ein par Spieler aus und verzog schlussendlich mit links aus 2 Metern. Glück gehabt.

Immer wieder versuchten es die Gäste mit langen diagonal Bällen, doch fanden keinen Abnehmer. Auch ihr Kurzpassspiel 35 Meter vorm dem Tor, sah zwar schön aus, blieb aber auch durch die dichte Staffelung unsrer Jungs ein schwieriges Unterfangen. Es war kein Durchkommen.

In der 31. Minute ging es dann auf ein mal ganz schnell. Nach einer tollen Kombination auf unserer linken Seite, schnappte sich Pascal Wedemann den Ball und zeigte der BAK Defensive, dass sie hell wach sein mussten. Unsere Nummer 11 zog in den Strafraum, tanzte dort seine Gegenspieler aus, aber scheiterte mit Links am Torhüter.

Und auch in der 45. Minute offenbarten sich leichte Schnelligkeitsprobleme in der Hintermannschaft des Berliner AK, Nutznießer sollte Nicolai Kitzing sein. Wieder kamen wir über die linke Seite und wieder war es gut herausgespielt. Pascal Wedemann setzte unsere Nummer 9 gut in Szene, der zündete den Turbo und visierte mit seinem linken Fuß die lange Ecke an. Ein super Schuss, doch eine herausragende Parade von Pascal Kühn, der den Ball mit den Fingerspitzen an seinem Gehäuse vorbeilenkte.

Die erste Halbzeit fand ihr Ende und man musste sagen, dass es ein Spiel auf Augenhöhe war. Der Berliner AK besaß mehr den Ball und somit die Kontrolle, doch unsere Blau Weißen zeigten in vielen Aktionen, dass sie mithalten konnten, spielerisch wie kämpferisch.

Die nächsten 45. Minuten sollten dann ein Kraftakt werden. Die Gäste zogen nochmal das Tempo an und versuchten den Ball schneller laufen zu lassen. In der 54. Minute hatte Kargbo, dann die große Chance seine Truppe in Führung zu bringen, doch er scheiterte im Eins gegen Eins Duell mit unserem Keeper Wiesner. Klasse Rettungstat. Doch eine Weltklasseparade zeigte Nico als er in der 65. Minute den Distanzschuss von Brandt an den Pfosten lenkte, der Nachschuss landete zwar im Tor, doch der Linienrichter hob die Fahne. Abseits. Der Regionalligist zog das Spiel mehr und mehr an sich und man merkte das unseren Jungs die Kräfte ausgingen, doch niemand gab auf sondern jeder rannte und kämpfte für den anderen.

In der 71. Minute nahm sich der für Pascal Wedemann eingewechselte Steven Heßler ein Herz und zog mit links aus relativspitzen Winkel ab, doch der Schuss zog am Tor vorbei. In der 80. Minute klingelte es dann im Kasten der Hausherren. Aufgrund der zweiten Halbzeit verdient, dennoch bitter, denn kurz vor dem Ende das entscheidende Tor zu kassieren ist immer ein Schlag ins Gesicht, auch wenn es verdient gewesen ist. Aus einer scheinbar harmlosen Situation auf unserer linken Defensivseite, schafft es der BAK den Ball zu erobern und die erstmals „Kopflose Phase“ unserer Boys in Blue gleich auszunutzen. Kargbo fing einen Rückpass von Fabian Engel auf Louis Stüwe ab, dreht sich, passt den Ball auf Küc und der sah den freistehenden Cakmak. 1:0 für die Gäste. Cakmak erstes Tor in dieser Saison und leichter hätte es kaum sein können. Doch keinen Vorwurf an unsere Mannschaft. Die Kräfte ließen einfach nach und somit auch die Konzentration, doch natürlich war es mehr als ärgerlich, denn schlussendlich soll es das dann auch gewesen sein. AUS und RAUS.

Wir verlieren die Pokalrunde mit 0:1 und zeigten besonders in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel. Aufgrund der zweiten 45 Minuten, muss man aber sagen, dass der Sieg des Berliner AK absolut in Ordnung geht und verdient ist. Wir gratulieren den Gästen zum Einzug in die nächste Pokalrunde.

Es war dennoch ein klasse Fußballtag. Die Fans feierten miteinander, die Stimmung war super und die Jungs auf dem Platz zeigten guten und fairen Fußball. Eine tolle Werbung für ein Landespokalspiel.

 

Einen großen Dank an alle die uns geholfen und uns unterstützt haben und auch einen Dank an all diejenigen die uns wunderbare Bilder zugeschickt haben, so viele Fotos hatten wir noch nie von einem Spiel. Klasse.

 

Für unsere Mannschaft heißt es nun volle Konzentration auf die Oberligasaison und was den Pokal betrifft, nächstes Jahr greifen wir wieder an.

 

Heja Blau Weiß