Am vergangenen Wochenende spielten unsere Männer beim Greifswalder FC. Wie bereits im Vorbericht erwähnt, sind die Greifswalder bisher die Überraschung der Liga.

In der ersten Halbzeit enttäuschten die Greifswalder auf ganzer Linie. Immer wieder schafften es die Blau-Weissen mit schnellen Kombinationen und einem schnellen Umschaltspiel vor dem Tor gefährlich zu werden und sich in Abschlusspositionen zu bringen. Die erste gute Chance hatte Nicolai Kitzing nach 13. Minuten: Mit einem Schuss aus spitzem Winkel versuchte er den Torhüter zu überwinden. Dieser hielt jedoch sicher. Nach einigen guten Chancen fiel in der 37. Minute dann die verdiente 1:0-Führung für unsere Blau-Weissen. Nach dem sich Marcel Czekalla auf außen durchtankte und in den Rückraum zurücklegte stand Pascal Matthias goldrichtig und konnte den Ball ungehindert in die Ecke schlenzen. Kurz vor der Halbzeit waren die Gastgeber dann das erste Mal und zeitgleich das letzte Mal in der ersten Hälfte gefährlich vor unserem Tor. Nach guter Ball An- und Mitnahme schoss er den Ball jedoch am Kasten von Pruschke vorbei. Halbzeit. Ein bisher großartiges Spiel in der ersten Halbzeit. Man konnte nur hoffen, dass es in der zweiten Hälfte so weiter ging und genau das tat es. Die Greifswalder waren zwar nun aggressiver und schneller in den Zweikämpfen, doch die Blau-Weissen ließen sich davon nicht beeindrucken. In der 53. Minute dann das 2:0. Nach der Klärung eines Eckballs landete der Ball direkt im Zentrum vor Pascal Matthias, der das Leder dann unhaltbar und mit einer enormen Wucht in die Maschen haute. Ein wichtiges Tor, da die Greifswalder nun immer stärker wurden. Doch nur drei Minuten nach dem 2:0 viel für die Greifswalder der Anschlusstreffer. Einen Freistoß zirkelte der Greifswalder über die Mauer. Pruschke war zwar noch am Ball, konnte den Treffer letztlich aber nicht verhindern. Schade. Die Roten wurden nun zunehmend stärker. Sie waren jetzt in der Form, in der wir sie eigentlich zu Beginn des Spiels erwartet hatten. Chance um Chance versiebten sie jedoch vor dem Blau-Weissen Tor. Man hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn sie nicht schon in der 70. Minute den Ausgleich erzielt hätten. Doch die Blau-Weissen hielten gut gegen und hatten auch noch einige Chancen um hier nun endgültig den Deckel drauf zu machen. Doch so kam es, wie es kommen musste. In der letzten Minute konnte sich ein Greifswalder nochmal auf außen durchsetzen und brachte den Ball in die Mitte. Dort fiel dieser nach einem Ping-Pong –Spiel im Strafraum einem Greifswalder vor die Füße, der dann das 2:2 und damit den Endstand erzielte. Abpfiff! So ein Mist!

Am Ende fühlt es sich logischerweise wie eine Niederlage an. Nach einer 2:0-Führung das Spiel dann noch aus der Hand zu geben und letztlich den Ausgleich noch zu kassieren ist bitter. Doch Michael Hinz fasste es korrekt zusammen: “Wenn mir vor dem Spiel einer sagte: Wir spielen hier unentschieden und nehmen einen Punkt mit, hätte ich sofort unterschrieben. Wenn du unten stehst, dann hast du halt in der letzten Minute das Pech auf deiner Seite und wenn du oben stehst, wie Greifswald, dann hast du das Glück und es landet der Ball halt im Strafraum direkt vor deinen Füßen.“ Der Trend der Mannschaft zeigt aber weiterhin deutlich nach oben. Die nächsten Spiele, vor allem in der Oberliga, sind nun wichtige Spiele. Den Punkt aus Greifswald nehmen wir gerne mit, auch wenn sich die Greifswalder-Bank nach dem Ausgleich nicht gerade fair verhalten hat. Die Unsportlichkeiten sollten sie abstellen, denn das haben sie nicht nötig!