Nach dem Sieg im Stadtduell gegen Hertha 03 Zehlendorf, spielten unsere Männer am letzten Wochenende gegen den SV Altlüdersdorf. Für den neuen Coach der Altlüdersdorfer war es erst die zweite Auswärtspartie. Er hatte vor dem Spiel gegen Anker Wismar  den Posten als Cheftrainer übernommen, da sich der Verein von Dariusz Bucinski getrennt hatte.

Auf dem katastrophalen Rasen in der Rathausritze war ein Kombinieren wie beim Spiel in Zehlendorf kaum möglich. So war es logisch, dass die erste nennenswerte Chance aus einer Standardsituation resultierte. Maximilian Stahl köpfte nach einer gut geschlagenen Ecke den Ball an den Querbalken. 17 Minuten waren da gerade erst gespielt. Nur fünf Minuten später war es erneut Maximilian Stahl, der nach einer Flanke aus dem Halbfeld wieder zum Kopfball kam, den Ball diesmal runter drücken konnte, dieser jedoch den Kasten knapp verfehlte. Die Altlüdersdorfer bemühten sich zwar immer wieder mit schnellen Gegenzügen erfolgreich zu sein, kamen aber nie wirklich gefährlich in den Strafraum oder in die Nähe des Tores der Blau-Weissen. Ansonsten war die Partie in der ersten Hälfte sehr kampfbetont. Beide Teams schenkten sich keinen Millimeter. Ein Schockmoment gab es noch, als nach einem Kopfballduell sowohl Marcel Czekalla als auch sein Gegenspieler liegen blieben. Czekalla zog sich bei diesem Kopf an Kopf-Aufprall eine Platzwunde zu, die nach dem Spielende im Krankenhaus genäht werden musste. Gute Besserung an dieser Stelle!

Nach der Pause kamen die Hausherren ziemlich zielstrebig aus der Kabine und setzten nun zunehmend die Altlüdersdorfer unter Druck. Mitten in einer Drangphase der Blau-Weissen kam es dann wie es kommen musste, wenn man in der Tabelle unten steht. Getreu dem Motto: „Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“. Die Altlüdersdorfer nutzten einen ihrer Konter und konnten in der 57. Minute durch Fatih Kücük den 1:0 Führungstreffer (aus Sicht der Gäste) erzielen. Fortan stellten sich die Altlüdersdorfer mit Mann und Maus um ihren eigenen Strafraum. Einen Angriff nach dem anderen fuhren die Blau-Weissen, ohne sich dafür zu belohnen. Eine Viertelstunde vor Schluss war es Robin Mannsfeld der nach einem Patzer des Keepers aus spitzem Winkel abzog, allerdings nur den Pfosten traf. Die letzten zehn Minuten (+Nachspielzeit) mussten die Altlüdersdorfer dann auch noch in Unterzahl bestreiten. Nach wiederholtem Foulspiel blieb dem Schiedsrichter nichts anderes übrig, als den Altlüdersdorfer vorzeitig duschen zu schicken und ab da an rollte die Blau-Weisse Walze im Sekundentakt. Wenn der Keeper der Gäste bereits bezwungen war, konnten immer noch Feldspieler den Ball vor der Linie klären. Mehrere Großchancen versiebten die Berliner, ehe Pascal Wedemann in der 91. Minute den Ausgleich erzielte. Aus gut fünf Metern fiel ihm der Ball vor die Füße und er schoss ihn mit aller Kraft ins Netz. Diesmal hatte weder der Keeper, noch die anderen Feldspieler die Chance diesen Ball zu verteidigen oder gar abzuwehren.

Am Ende muss man mit diesem Punkt auf Grund des späten Ausgleichtreffers zufrieden sein. Letztendlich muss man aber auch sagen, dass Altlüdersdorf nach dieser Partie normal keine Punkte aus Berlin mitnehmen darf. Die Chancenverwertung bleibt also weiterhin ein Problem unseres Teams. Mit dem Auftreten, dem Kampf und der Leidenschaft darf man aber auf alle Fälle zufrieden sein. Am Wochenende geht es dann im Berliner Landespokal gegen den SC Borsigwalde weiter.