Trainer Marco Gebhardt brachte es auf der Pressekonferenz  nach der Partie auf den Punkt: „Es war eine verdiente Niederlage“. Dem ist leider nichts hinzuzufügen, aber von vorne.

Vor 220 zahlenden Zuschauern in der Energie-Arena, war es in den ersten 15 Minuten ein abtasten beider Mannschaften. Das Spielgeschehen spielte sich eher zwischen den Strafräumen ab, wobei man feststellen musste, dass bei den Strausbergern die Abläufe in den eigenen Reihen besser passten als bei den Blau-Weissen. Nach knapp 30 Minuten war es Tim Göth der einen Schuss nach einer Flanke knapp neben das Tor setzte. Die Strausberger ließen sich davon aber nicht beeindrucken und hatten ebenfalls ihre erste Großchance, welche Bektas, Yildirim aber knapp am Tor vorbei schoss. Strausberg übernahm nun die komplette Spielkontrolle und spielte sich eine Chance nach der anderen heraus. So war es in der 44. Minute Kemter, Martin, der einen krassen Fehler der Abwehr nutzte und zum 1:0 einnetzte. Halbzeitpause. Durchatmen. Schaffen die Blau-Weissen die Wende? Es sah nicht danach aus – im Gegenteil. Die Strausberger wurden immer besser und hatten einen Gefallen daran gefunden den Ball und Gegner laufen zu lassen. Das lag aber auch daran, dass Blau-Weiss es nicht schaffte in die Zweikämpfe zu kommen und wenn, dann waren sie meist zweiter Sieger. Nach dem Kevin Gutsche nach einem Foul und anschließender Tätlichkeit noch mit gelb-rot vom Platz flog, hatte man das Gefühl das Blau-Weiss nun mehr tat. Die eingewechselten Sean Mensah und Tobias Göth gaben den ca. 70 mitgereisten Fans ebenfalls nochmal die Hoffnung, hier wenigstens noch einen Punkt mit an die Rathausstraße zu nehmen. Leider wendete sich das Blatt sehr schnell. In der 72. Minute brauchte es nach dem Abschlag vom Strausberger-Keeper nur vier Stationen, bis Istvanic, Timo frei vor Kilian Pruschke auftauchte und eiskalt ins untere rechte Eck einschob. Ein aufbäumen war nicht mehr zu erkennen. Stattdessen sah es so aus, als sehnten sich die Spieler nach dem Abpfiff. Hätte Strausberg einige Angriffe besser ausgespielt, wäre die Niederlage wahrscheinlich noch höher ausgefallen. So blieb es beim 2:0. Man muss sich eingestehen, dass Strausberg heute das bessere Team war und verdient gewonnen hat. Sie waren in allen Belangen deutlich überlegen.

Marco Gebhardt fragte sich, wie einige mitgereiste nach dem Spiel auch, wo die Lust geblieben sei. „Wahrscheinlich in der Rathausstraße“, beantwortete er seine Frage selbst. Hoffen wir, dass sie diese beim Training wieder finden und sind gespannt auf den 3. Spieltag zuhause gegen den CFC Hertha 06.